Kooperationen zwischen gemeinnützigen Organisationen und Wirtschaftsunternehmen zu beiderseitigem Vorteil - das ist das Ziel des "Sozialen Marktplatzes Stuttgart". Dabei bringt jede Seite ein, was sie am besten kann: Unternehmen haben das professionelle Know-how und die Ressourcen, die gemeinnützigen Organisationen oft fehlen. Dafür stellen die Ehrenamtlichen der Einrichtungen ihre Arbeitskraft zur Verfügung und geben immaterielle Werte weiter. Der Marktplatz bietet das Forum, auf dem Kooperationen ausgehandelt werden.
Unterstützung durch "Makler" und "Notare"
Unterstützung bekommen die Handelspartner von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Freiwilligenagentur. Sie haben einen Überblick über die Angebote der Bietenden und Suchenden und helfen als "Makler" bei der Kontaktaufnahme. Kommt eine Kooperation zustande, stehen auf dem Marktplatz auch gleich "Notare" bereit, die die Abmachung an Ort und Stelle vertraglich festhalten. So soll der Grundstein für eine ernsthafte und langfristige Zusammenarbeit gelegt werden.
Der 1. Stuttgarter Marktplatz im Jahr 2007 wurde von der Stabsstelle "Förderung Bürgerschaftliches Engagement" der Stadt Stuttgart und dem GENO-Verband Württemberg mit seinen Einrichtungen in Stuttgart organisiert. Veranstalter des 2. Marktplatzes 2010 war die Stabsstelle "Förderung Bürgerschaftliches Engagement" gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, in Kooperation mit der Agentur mehrwert und unterstützt durch die Deutsche Bank AG Stuttgart.

Erfolgreicher Vertragsabschluss: Makler Gerd Geiger mit Andrea Schlepper von der Mann und Hummel GmbH (links) und Renate Beigert von der Bahnhofsmission (rechts). Foto: Stadt StuttgartErfolgreicher Vertragsabschluss: Makler Gerd Geiger mit Andrea Schlepper von der Mann und Hummel GmbH (links) und Renate Beigert von der Bahnhofsmission (rechts). Foto: Stadt Stuttgart
Beispiele für erfolgreiche Vereinbarungen
Beim Sozialen Marktplatz Stuttgart am 27. April 2010 schlossen rund 100 Teilnehmer 74 Vereinbarungen untereinander ab.
So vereinbarte zum Beispiel die Römersschule mit der Stuttgarter Volksbank ein gemeinsames Theaterprojekt und mit der Johanniter-Unfall-Hilfe den Aufbau eines Schulsanitätsdienstes. Die Firma HAGOS, Kachelofen- und Luftheizungsbauer, hilft dem Evangelischen Ferienwaldheim Degerloch beim Ausbau einer Grillstelle.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bietet dem Generationenhaus Heslach eine PC-Schulung für Migrantinnen und erhält dafür Räume für Veranstaltungen.

Hand drauf: Das Geschäft zwischen Edgar Veith, Weingärtnergenossenschaft Rohracker, und Petra Reichelt, Praga, ist besiegelt. Foto: Stadt StuttgartHand drauf: Das Geschäft zwischen Edgar Veith, Weingärtnergenossenschaft Rohracker, und Petra Reichelt, Praga, ist besiegelt. Foto: Stadt Stuttgart